2. Wie kann eine LIMS-Einführung stattfinden ?
Wie bei jeder Investition gilt es auch
bei einer LIMS-Einführung zunächst die Ziele zu betrachten, die
durch das neue System erreicht werden sollen. Ganz allgemein sind
dies üblicherweise:
Produktivitätsgewinn
- Reduktion der manuellen Arbeitszeit durch die EDV-Unterstützung
- Elektronische Datenübermittlung, Vermeidung unnötigen Abtippens der Daten
Qualitätsverbesserung
- Erhöhte Zuverlässigkeit der Daten (z.B. Vermeidung von Fehlern
beim Abtippen)
- verbesserte Termintreue
- jederzeitige Verfügbarkeit von Daten der Vergangenheit
- Schutz der Informationen vor Veränderung, Zerstörung und unberechtigem Zugriff

Es gibt, vereinfacht, 5 verschiedene Wege, zur LIMS Implementierung im Labor:
A. Das "Pseudo-LIMS"
Arbeitsschritte am Papier (Listen schreiben, Probeneingangsbuch führen etc.) durch
Büro-Software (z.B. Microsoft Excel) zu ersetzen.
+ Meist relativ schnell und informell durchzuführen
- Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen halten sich in Grenzen
B. Eigenentwicklung
Dank moderner Softwarepakete ist es möglich, mit einfachen Programmierkenntnissen ein einfaches LIMS für kleinere Laboratorien selbst zu entwickeln. Als gängige Werkzeuge seien z.B. Microsoft Access, Borland Delphi oder Paradox erwähnt.
- Ohne detaillierten EDV-Masterplan und Pflichtenheft derartige Projekte (vergleiche:
Aktive Benutzerbeteiligung ...)
durchzuführen, kann mittelfristig zu unbrauchbaren Ergebnissen führen
- Teuer bei Berücksichtigung der Personalkosten
- Software meist schlecht dokumentiert
- Wartung kaum mehr möglich, wenn betreffende Mitarbeiter das Unternehmen verlassen
C. Standardsoftware
Am Markt gibt es Softwarepakete (evtl. in "Modulbauweise"), die die Aufgaben eines LIMS übernehmen sollen.
+ meist moderaten Kosten
+ schnelle Installation
- Entspricht nicht genau den Erfordernissen des Labors
- Nur wenig zur Verbesserung
- Durch den Versuch alle nur denkbaren Anwendungen abzudecken, unübersichtlich und unverständlich
- Lange Einarbeitungszeit
- Bedingte Anpassungsfähigkeit durch den Anwender, kann lange dauern und ist damit teuer
D. Anpassung einer modularen Basisversion
Kombination von Standardsoftware und Individualentwicklung.
+ Consulting durch Anbieter
+ nach Vorgabe des Kunden individuell angepasst und erweitert
+ schnell realisierbare Lösung
+ kostengünstig
+ Vollständige Erfüllung der Anforderungen
+ Investitionsschutz durch einfache Anpassung an neue Anforderungen
+ individuellen Anforderungen können nach dem Einarbeiten in die Grundversion schneller und präziser angeben werden
Das LIMS
uniLIME der Advanced Technical Software basiert auf dieser Vorgangsweise.
E. Individualentwicklung
+ exakte Abbildung des Laborbetriebs
- Einschaltung eines EDV-Beraters
- exaktestes Leistungsverzeichnis ist Bedingung
- längere Lieferzeit
Eine geeignete Vorgangsweise ist z.B. unter
Aktive Benutzerbeteiligung ... zu finden. Alternativ ist auch die
Einschaltung eines EDV-Beraters denkbar.
