Small is beautiful ...

so lautet der Titel eines berühmten Buchs aus den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, der es sogar zu einer allgemein bekannten Redewendung gebracht hat. Auch wenn der Autor eher einen globalen Ansatz verfolgt, nimmt man die Aussage als kleines Unternehmen natürlich gerne für sich in Anspruch. Gut, wir von ATS als kleiner Anbieter von Laborinformationssystemen (LIMS) sind natürlich nicht als Personen mit überdurchschnittlich attraktivem Aussehen gesegnet und unser LIMS "uniLIME" hat auch noch keinen Designpreis gewonnen. Aber wenn man das Wort "beautiful" im übertragenen Sinn betrachtet, passt der Spruch doch ganz gut, also im Sinn von effizient oder kundenfreundlich.

Sicher, manchmal wird man als kleiner LIMS-Anbieter bei Neukundengesprächen schon etwas argwöhnisch angesehen. Sind sie in der Lage, das Projekt durchzuziehen? Kann man sich verlassen, dass das Unternehmen dauerhaft besteht? Unsere Kunden haben ihr Vertrauen aber bisher nicht bereut, so gut wie alle nützen auch nach teils vielen Jahren weiterhin unsere Systeme. Auch unsere beiden ersten LIMS-Kunden von 1996 und 1997 - natürlich ist ihre aktuelle Version über die Jahre ständig weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst worden.

Wo ist eigentlich der Vorteil für den Kunden, wenn er sich für ein System eines kleinen Anbieters entscheidet statt eines großen, internationalen Unternehmens mit vielen tausenden Installation quer über den Erdball?

Wir können natürlich nicht für alle kleineren Unternehmen sprechen, aber nach Aussagen unserer Kunden (besonders derjenigen, die auch andere, größere LIMS-Anbieter gut kennen) sind die zwei größten Pluspunkte die Effizienz und die exakte Umsetzung der individuellen Anforderungen.

Dadurch, dass Kundenwünsche nicht zwischen vielen verschiedenen Mitarbeitern koordiniert werden müssen, sondern im Idealfall von einem einzigen Entwickler - und zugleich Kundenbetreuer - umgesetzt werden, lässt sich ein großer Zeitvorteil erzielen, der sich klarerweise zusätzlich noch in geringeren Kosten äußert.

Aber auch die möglichst exakte Umsetzung der jeweiligen Kundenwünsche ist ein wichtiger Punkt. Manche der großen LIMS-Anbieter stellen selbst nur ein äußerst umfangreiches System mit einer Vielzahl von Modulen und Konfigurationsmöglichkeiten zur Verfügung, die konkrete Anpassung an die genauen Erfordernisse des Kunden wird dann von einem Partnerbetrieb bzw. Berater durchgeführt. Damit sind mehrere Ebenen zwischen Systementwickler und Anwender eingeschaltet, wobei es umso mehr Missverständnisse oder andere Probleme geben kann. Ganz besonders natürlich, wenn Entwickler und Anwender in unterschiedlichen Sprachregionen zuhause sind. Es kann also leicht damit enden, dass ein gewünschter Anpassungswunsch letztendlich nicht umsetzbar ist und der Anwender damit leben muss. Dies ist bei uns ohne "Vermittler" zwischen Entwickler und Anwender kein Thema und im Normalfall lassen sich die Kundenwünsche zu 100% umsetzen. Und auch Sprachbarrieren kommen nicht vor, da wir uns ausschließlich auf die D/A/CH-Region beschränkt haben. Natürlich einmal abgesehen von "Austriazismen" und ähnlichem - so hat schon mehr als einmal der "Beistrich" (österreichische Bezeichnung für das Komma) zu Verwirrung bei unseren deutschen Kunden geführt ...

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